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Das hilft gegen Kopfschmerzen

Gesundheit & Ernährung
Kopfschmerzen

Das hilft gegen Kopfschmerzen

So beugen Sie Kopfweh aktiv vor

Es bohrt, sticht, hämmert, drückt, pocht – und manchmal platzt ganz einfach der Schädel: Kopfschmerzen sind nicht nur quälend, sondern auch noch ungemein findig darin, ihre Opfer auf immer neue Arten zu peinigen. Nicht minder abwechslungsreich sind die Ursachen: Die Medizin kennt derzeit 252 verschiedene Ursachen für Kopfweh – ob Migräne, Schlafmangel, Nackenverspannungen oder Stress. Zudem ist der Kopfschmerz eine echte Volkskrankheit: Drei von vier Deutschen leiden gelegentlich darunter, und fast jeder zehnte sogar wöchentlich. Frauen quälen sie öfter als Männer, Menschen unter 30 leiden häufiger darunter als ältere.

Die Ursachen für Kopfschmerz

Fachleute unterscheiden zwischen primären (oder idiopathischen) und sekundären Kopfschmerzen. Die primären Kopfschmerzformen bezeichnen jene Schmerzen, die ohne erkennbare Ursachen und anscheinend ganz selbstständig auftreten. Dazu gehören z. B. Migräne, Spannungskopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen wie der Clusterkopfschmerz. Letztere sind besonders quälend und zum Glück eher selten. Als "sekundär" gelten Kopfschmerzen, wenn sie Begleitsymptome anderer Störungen oder Krankheiten sind. Hier sind die Ursachen besonders vielfältig und reichen von Infektionen über Medikamenten-Nebenwirkungen, Entzugserscheinungen und Sonnenstich bis zum Schädel-Hirn-Trauma.

Was hilft gegen Kopfschmerzen?

So vielfältig die Ursachen für die Schmerzen sind, so viele Behandlungsmethoden gibt es auch. Im Fall des sekundären Kopfschmerzes ist klar, dass man die zugrunde liegende Störung beheben muss – das Symptom Kopfschmerz kann parallel dazu natürlich mit Schmerzmitteln gelindert werden. Auch bei den primären Kopfschmerzen sollte der Leidende zunächst genau abklären, woher sein Kopfbrummen kommt. Migräne bedarf anderer Medikamente als Clusterkopfschmerzen. Der erste Schritt bei chronischen und/oder sehr starken Schmerzen kann also nur der zum Arzt sein. Die meisten von uns leiden jedoch unter dem gängigen "Spannungskopfschmerz" – und das ist tatsächlich eine gute Nachricht. Denn gegen diese Schmerzen können Sie viel tun. Sicherlich ahnen Sie ja längst, woher Ihre Spannungskopfschmerzen kommen: Zu viel Stress und Anspannung, zu wenig Schlaf und Entspannung. Und in der Klärung der Ursache liegt auch schon der Schlüssel zur Therapie. Mit ein paar ganz einfachen Maßnahmen können Sie diesen Alltags-Kopfschmerzen wirksam vorbeugen – und ganz nebenbei auch fitter werden!

1. Bewegen Sie sich!

Sport ist fast ein Wundermittel gegen Anspannung und die daraus folgenden Kopfschmerzen: Denn speziell Ausdauertraining hilft gleich auf mehrere Arten. Zum einen bauen Sie durch Laufen, Crosstraining oder Radfahren Stress ab und kommen so seelisch wieder ins Gleichgewicht. Zum andern lösen Sie durch die Bewegung Verspannungen und Fehlhaltungen. Außerdem macht Sport angenehm müde – und das wiederum sorgt für einen erholsamen Schlaf. Noch ein weiterer Nebeneffekt: Mit Sport verbessern Sie Ihr Immunsystem und vermeiden so eine weitere Kopfschmerz-Ursache, nämlich Erkältungen und grippale Infekte. Sogar bei akutem Brummschädel hilft Bewegung. Allerdings sollten Sie hier auf hartes Training verzichten. Ein flotter Spaziergang an der frischen Luft sorgt aber für eine bessere Durchblutung und kann so den Kopfschmerz vertreiben. Bei einer akuten Migräne-Attacke allerdings verschlimmert Bewegung den Schmerz eher – hier also lieber einfach liegen bleiben.

2. Entspannen Sie sich!

Sie können auch im stressigen Alltag viel tun, um Körper und Geist zu entspannen und den Spannungskopfschmerzen vorzubeugen. Sorgen Sie täglich zumindest für kleine Auszeiten, in denen Sie z. B. Autogenes Training, Muskelentspannung nach Jacobsen oder ein paar entspannende Yoga-Asanas üben. Für einen guten Schlaf sind auch feste Schlafenszeiten und ein beruhigendes Ritual vor dem Schlafengehen hilfreich.

3. Halten Sie Maß!

Natürlich gilt das für alle Menschen – aber wer zu Kopfschmerzen neigt, sollte mit dem Genuss von Alkohol und Zigaretten extra-vorsichtig sein. Nichtrauchen sollte sowieso selbstverständlich sein. Und bei Alkohol gilt: Je weniger, desto besser. Denn Wein, Bier & Co. sind einfach exzellente Kopfschmerz-Trigger.

Was tun bei akuten Kopfschmerzen?

Es hat Sie erwischt: In Ihrem Kopf ist ein ganzer Handwerkstrupp unterwegs, der fröhlich hämmert, bohrt und kleinere Sprengungen unter der Schädeldecke vornimmt. Was können Sie jetzt tun? Klar, im Notfall hilft eine Schmerztablette wie Aspirin, Paracetamol oder Ibuprofen. Aber probieren Sie es doch einmal mit bewährten Hausmitteln – sie wirken oft Wunder und haben keine schädlichen Nebenwirkungen.

  • Kälte setzt einen schmerzlindernden Reiz: Legen Sie ein nasses, kaltes Tuch oder ein kleines Icepack auf die Stirn, die Schläfen oder auf den Nacken.
  • Ätherische Öle vertreiben den Schmerz: Massieren Sie ein paar Tropfen Pfefferminzöl vorsichtig in die Schläfen. Oder kauen Sie Gewürznelken – sie schmecken zwar scheußlich, doch sie enthalten auch schmerzhemmende Wirkstoffe.
  • Mit Tee & Kaffee gegen Kopfschmerzen: Sowohl Kaffee als auch Tee fördern die Durchblutung und können so den Schmerz lindern – vor allem, wenn Sie noch Zitronensaft hinzufügen.
  • Noch mehr Tee: Brauen Sie sich einen Tee aus Veilchenwurzel, Melisse und Lavendel. Er entspannt und kann so den Brummschädel beruhigen.

Fazit: Die Ursachen für Kopfschmerzen sind sehr unterschiedlich und ein Allheilmittel dagegen gibt es nicht. Mit unseren Tipps lassen sich aber zumindest die normalen Spannungs- und Stresskopfschmerzen ganz einfach in den Griff bekommen.

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