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Wenn zu viel Sport schlapp macht: Übertraining erkennen und vermeiden.

Richtig Trainieren
Übertraining erkennen und vermeiden

Wenn zu viel Sport schlapp macht: Übertraining erkennen und vermeiden.

Es kann den superfitten Marathonläufer ebenso erwischen wie den allzu ehrgeizigen Sport-Anfänger: Übertraining. Viele wissen gar nicht, dass es dieses Phänomen gibt und können die Symptome daher nicht einmal richtig deuten. Was fatal ist, denn eine andauernde Überlastung kann den Körper nachhaltig schädigen.
Damit es gar nicht erst so weit kommt, erfahren Sie hier alles zum Thema Übertraining – und wie Sie es vermeiden.

Die wichtigsten Infos und Tipps zum Thema "Übertraining" hat unser Fitnessexperte Dr. Moritz Tellmann für Sie zusammengefasst:



Effekt des Übertrainings:

Übertraining Leistungskurve

Was sind die Ursachen für Übertraining?

Der Grund für die Übertraining-Symptomatik ist ganz einfach eine zu hohe Trainingsbelastung: Der Laufanfänger, der sich dauerhaft überfordert, der geübte Marathonläufer, der seinen täglichen Ausdauersport noch durch hochintensives Training für den Muskelaufbau ergänzt, der Triathlet, der zu viele Wettkämpfe absolviert – sie alle machen den gleichen Fehler: Zu hohe Trainingsintensität und Trainingsumfänge bei zu wenig Regenerationszeit. Auch Stress – beruflich oder familiär – kann eine Rolle spielen, weil psychische Belastung die Leistungsfähigkeit generell senkt.

An welchen Symptomen erkennt man Übertraining?

Die Symptome von Übertraining sind vielfältig: Sie reichen von anhaltender, extremer Sport-Unlust und übermäßig starkem Muskelkater bei immer geringerer Leistungsfähigkeit, über Unkonzentriertheit und Ruhelosigkeit im Alltag – bis zu totalen Erschöpfungszuständen, Gelenkschmerzen und sogar Depressionen. Das Problem: Die Anzeichen für Übertraining werden anfangs gerade von ehrgeizigen Sportlern einfach ignoriert und als "Schweinehund" behandelt, den es zu überwinden gilt. Womöglich trainieren sie sogar umso härter gegen die vermeintliche Faulheit an – und treiben den Körper so erst recht in den Zustand des Übertrainings. Wer den Verdacht hat, ins Übertraining gerutscht zu sein, geht am besten zum Sportarzt – mit seiner Erfahrung kann er eine recht sichere Diagnose stellen und vor allem auch Erkrankungen ausschließen.

Wie behandelt man Übertraining?

Im akuten Zustand hilft nur eins: Ruhe. Geben Sie Ihrem Körper Zeit, seine völlig entleerten Batterien wieder aufzuladen. Dabei müssen Sie natürlich nicht im Bett liegen – leichte Bewegung wie Spaziergänge und ein wenig Radfahren tut auch jetzt gut. Die Regenerationsphase kann je nach Schweregrad des Übertrainings eine Woche oder auch Monate dauern. Das Wichtigste: Hören Sie jetzt auf die Signale Ihres Körpers – Diese haben Sie zu lange nicht beachtet.

Wie vermeidet man Übertraining?

Eigentlich eine Binsenweisheit: Gesunder Sport bedeutet immer, dass auf die Belastung eine Erholungsphase folgt – und diese muss der Stärke der Belastung entsprechen. Also: Lieber nach dem Ausdauersport einen Tag pausieren statt gleich ein Krafttraining zu absolvieren. Und für Anfänger gilt: Leistung langsam und kontinuierlich steigern.

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