Sport hilft aus der Depression
Posted in: Gesundheit
11 min Lesezeit 3. Januar 2017

Sport hilft aus der Depression

Inhaltsverzeichnis

  • Bewegung gegen Depressionen
  • Wann ist es eine Depression?
  • Diagnose Burnout | Diagnose Depression
  • Sport tut Körper und Geist gut
  • Wie kann man Burnout vorbeugen?

Bewegung gegen Depressionen

Statistisch gesehen treten Depressionen in den Wintermonaten vermehrt auf. Das liegt einerseits an den kurzen Tagen und andererseits am schlechten Wetter. Zustände, die Depressionen klar begünstigen. Die verbreitete Volkskrankheit kann aber auch vollkommen unabhängig vom Wetter auftreten: Stress, Burnout, sowie eine schlechte Ernährung stehen ebenfalls in enger Verbindung mit depressiven Erkrankungen. Laut des Bundesministerium für Gesundheit sind Frauen sogar häufiger von Depressionen betroffen als Männer, ältere Menschen öfter als jüngere.

Wann ist es eine Depression?

Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, die sich in zahlreichen Beschwerden äußern kann. Die Betroffenen sind meist unruhig und haben Ängste, können sich schlecht konzentrieren und hinterfragen sich und ihr Umfeld permanent. Damit verbunden sind Schlafstörungen und Lustlosigkeit, was eine vermehrte Isolation zur Folge haben kann.

Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen, Herz- und Atembeschwerden, Magen-Darm-Probleme sowie Unterleibsschmerzen sind Begleiterscheinungen von Depressionen. Die Betroffenen ziehen sich zurück, unternehmen nichts mehr und erleben dadurch auch immer weniger positive Erlebnisse. Das Gefühl, in ein tiefes schwarzes Loch zu fallen, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt, ist groß. Betroffene befinden sich oft in einem Teufelskreis, der sie immer noch tiefer in die Depression zieht.

Diagnose Burnout

Obwohl sich das Burnout-Syndrom erst in den letzten Jahren im Volksmunde etabliert hat, existiert die Krankheit schon einige Zeit länger. 1974 stellte der amerikanische Psychoanalytiker Herbert Freudenberger erstmals die Symptome bei Ärzten fest. Das Burnout beschreibt einen Zustand tiefer körperlicher und geistiger Erschöpfung. Betroffene leiden oft unter Schlafstörungen und Konzentrationsproblemen bis hin zu Depressionen. Sie sind unzufrieden mit sich und ihrem Leben und sehen zunehmend weniger Sinn hinter ihrer Arbeit und den zu erledigenden Aufgaben.

Leistungsorientierte Menschen sind besonders gefährdet, in den Teufelskreis Burnout zu geraten. Sie setzen sich bei der Arbeit stark unter Druck, arbeiten zu viel und hören nicht auf die Signale ihres Körpers und ihrer Seele. All das verursacht einen dauerhaften negativen Stress (im Gegensatz zum positiven sogenannten Eustress), der eine Vielzahl von Symptomen hervorruft. Die ersten Anzeichen von drohendem Burnout sind z. B. Schlafstörungen, Verdauungsstörungen, depressive Verstimmung, andauernde Müdigkeit und Rückenbeschwerden. Wer all diese Signale ignoriert, spürt dann irgendwann nur noch "Ich kann nicht mehr. Ich bin leer und völlig ausgebrannt." Spätestens dann wird es höchste Zeit für professionelle Unterstützung durch einen Arzt und/oder Therapeuten, denn Burnout ist viel mehr als "nur" Erschöpfung. Es ist eine ernstzunehmende psychische Krankheit, die behandelt werden muss.

Diagnose Depression

Um eine genaue Diagnose stellen zu können, stehen verschiedene, anerkannte psychologische Testverfahren zur Verfügung. Diese erfassen wichtige Symptome und bewerten diese mit Punkten. Anhand der Ergebnisse lässt sich dann die Schwere der Depression feststellen.

Für die Behandlung der Krankheit ist die Prüfung des Schweregrads der Depression von wesentlicher Bedeutung. Depressionen haben mit den heute zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten gute Heilungschancen.

Sport tut Körper und Geist gut

Sport im Zusammenhang mit einer Psychotherapie oder Verhaltenstherapie können helfen, Depressionen zu überwinden. Vor allem Ausdauersportarten bewirken die Ausschüttung von Endorphinen (Glücksgefühlen). Diese Substanzen in trainierten Muskeln machen "Depri-Stoffe" im Blut unschädlich, sodass sie ihre negative Wirkung im Gehirn nicht mehr entfalten können. Eine Studie aus den USA im Jahr 2000 bestätigt genau diese These: Der Neuropsychologe James Blumenthal untersuchte während einem sechsmonatigen Experiment 156 Depressionskranke. Dabei unterteilte er die Patienten in 3 Gruppen: Gruppe 1 wurde ausschließlich Anti-Depressiva zur Heilung ihrer Krankheit verabreicht. Gruppe 2 betätigte sich sportlich und Gruppe 3 nahm keine Medikamente zu sich, sondern sollte einzig durch regelmäßigen Sport geheilt werden. Wie die Auswertung rechts zeigt, erzielte die Gruppe 3 mit Abstand die größten Erfolge.

Bewegung baut Stress und Anspannung ab

Es ist wichtig, sich aus dieser tiefen Lustlosigkeit zu befreien und sich durch Sport zu motivieren. Denn Sport gibt das Gefühl, wieder eigeninitiativ und selbstständig etwas für sein Wohlbefinden zu unternehmen. Außerdem lenkt Bewegung von negativen Gedanken ab. Wer Sport treibt, kann besser abschalten und sich dabei entspannen. Dadurch kann das Gefühl von Depression erst gar nicht aufkommen.

Mit diesen Tricks fällt es oft leichter sich zu motivieren:

  • Festgelegte Trainingszeiten

  • Ein eigenes Fitnessgerät zur freien Verfügbarkeit

  • Sport mit anderen Personen oder in einer Gruppe

Der Vorteil eines eigenen Fitnessgerätes ist, dass lange "Rüstzeiten" (Autofahrt, Parkplatzsuche etc.) entfallen und man bei aufkommender Motivation sofort loslegen kann, zu jeder Zeit, 24 h.

Hilfreich ist:

  • für Pausen zwischen Terminen oder Aufgaben sorgen

  • auf die Gedankengänge und den Körper achten um Stress zu vermeiden

  • kleine Ziele setzen

  • sich Zeit nehmen für sportliche Aktivitäten

Sport und körperliche Aktivität können vor Gemütserkrankungen schützen, manchen Betroffenen das Lächeln zurückgeben und das Gefühl geben wieder am Leben teilzunehmen. Millionen von Menschen sind von einer Depression betroffen. Sie kann in leichter oder schwerer Form auftreten. Es gibt viele Möglichkeiten ihr zu entrinnen oder sie erträglicher zu machen. Konsequentes Fitnesstraining ist ganz sicher eine gute Möglichkeit zur Heilung zu gelangen oder vorzubeugen.

Wie kann man Burnout vorbeugen?

Gut gemeinte Ratschläge zur Burnout-Prävention wie "weniger arbeiten" oder "einfach Stress vermeiden" klingen zwar schön, sind in unserer Leistungsgesellschaft allerdings kaum umsetzbar. Dennoch kann man selbst eine Menge tun, um dem Burnout vorzubeugen. Das Zauberwort heißt Sport. Regelmäßige Bewegung hilft Körper und Seele auf jede denkbare Art: Zum einen ist Sport optimal zum Stressabbau geeignet, denn angestaute Emotionen wie Aggression, Anspannung und Nervosität werden tatsächlich "wegbewegt". Zum anderen setzt sportliche Betätigung zuverlässig Glückshormone frei. Ob beim Laufen, beim Radfahren oder auf dem Crosstrainer: Bewegung macht glücklich und ausgeglichen. Außerdem werden körperliche Verspannungen abgebaut, was auf Dauer zum Beispiel Rückenprobleme verbessern kann. Sport aktiviert zudem den Hirnstoffwechsel, wodurch wir nicht nur physisch sondern auch psychisch fit bleiben. Wer fit im Kopf ist, kommt besser mit Stress zurecht und bewältigt knifflige Aufgaben im Beruf souveräner.

Burnout-Prävention Sport

Doch welcher Sport eignet sich am besten zur Burnout-Prävention? Ganz einfach: Der, der dir am meisten Spaß macht! Wichtig ist, dem "inneren Schweinehund" keine Chance zu geben. Deshalb können gerade für gestresste Menschen mit wenig Zeit Heim-Fitnessgeräte eine ideale Lösung sein. Bei uns findest du eine große Auswahl an Geräten. Vom Rückentrainer bis zum Ergometer.

Eine gute Möglichkeit, sich richtig auszupowern und den Alltagsstress zu vergessen, ist ein Training mit dem Crosstrainer. Dieser imitiert perfekt die Bewegung des aktiven Walkings oder Joggings und trainiert gleichzeitig Beine, Hüften, Arme, Schultern und Brust in einer einzigen Bewegung. Ein komplettes Ganzkörper-Workout inklusive gesundem Ausdauertraining ist damit garantiert.

Sport allein mag zwar als Burnout-Therapie nicht ausreichend sein, aber die regelmäßige Bewegung ist definitiv ein wichtiger Faktor bei der Prävention und ist auch bei der Behandlung eine große Unterstützung.

Quellen:

1) Bundesministerium für Gesundheit: Depression (2021), URL: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/depression.html (letzter Zugriff 18.10.2021)

2) Babyak Michael, Blumentahl James, Herman Steve, Khatri Parinda, und weitere: Exercise Treatmet for Major Depression: Maintenance of Therapeutic Benefit at 10 Months, (2000), URL: https://www.madinamerica.com/wp-content/uploads/2011/12/Exercise%20treatment%20for%20major%20depression.pdf (letzter Zugriff 18.10.2021)

3) TWW Theodor Wenzel Werk e.V. Berlin: Burnout: Fakten, Symptome und Therapien, URL: https://tww-berlin.de/kliniken/krankheitsbilder/burnout-fakten-symptome-und-therapien (letzter Zugriff 18.10.2021)

4) Fruedenberger Herbert J.: Staff Burn-Out, 1974, URL: https://spssi.onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/j.1540-4560.1974.tb00706.x (letzter Zugriff 18.10.2021)

5) Wikipedia 2021: Herbert Freudenberger, URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Freudenberger (letzter Zugriff 18.10.2021

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