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So sorgt Bewegung für die Gesundheit des Gehirns

So sorgt Bewegung für die Gesundheit des Gehirns

Fit im Kopf dank Sport

Tatsächlich. Körperliche Bewegung sorgt nicht nur für einen gesunden Körper – sie trägt auch entscheidend zur Gesundheit des Gehirns bei. Umgekehrt bewirken Bewegungsmangel und eine schlechte Fitness, dass das Gehirn schrumpft. Und wenn das Gehirnvolumen weniger wird, bedeutet das, dass die kognitiven Fähigkeiten nachlassen.

Wissenschaftlich belegt: Sport macht schlau

Dass Bewegung klug macht, ist längst keine These mehr, sondern wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen. Aktuell hat eine Langzeitstudie der Universität Boston den Zusammenhang zwischen körperlicher Bewegung und der Größe des Gehirns untersucht.

Für die Studie wählte man über 1000 Männer und Frauen um die 40, die keine Herz- oder Hirnprobleme hatten. Bei allen Probanden wurde vorab die Fitness von Herz und Gefäßen getestet und mit Hilfe eines Hirnscans das Gehirnvolumen gemessen. 20 Jahre später wiederholten die Wissenschaftler diese Tests. Das Ergebnis war verblüffend eindeutig: Je schlechter die Fitness eines Probanden beim ersten Test war, desto geringer war sein Gehirnvolumen 20 Jahre später. Die Schlussfolgerung der Forscher war, dass speziell die kardiovaskuläre Fitness ein wichtiger Faktor ist, um das Gehirn auch im Alter gesund zu halten.

Zum gleichen Ergebnis kommt eine Untersuchung der Medizinischen Universität Graz, an der knapp 900 Probanden im Durchschnittsalter von 65 Jahren teilnahmen. Getestet wurden Fitnesslevel, Gesundheit, Gedächtnisleistungen und -schädigungen. Dabei stellte sich heraus, dass die Teilnehmer mit guter körperlicher Fitness ein rund sieben Jahre jüngeres Gehirn hatten als diejenigen mit einer schlechten Fitness. Wissenschaftler gehen davon aus, dass vor allem Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen und Radfahren das Gehirn fit halten, was vermutlich ganz einfach an der verbesserten Durchblutung liegt.

Fit im Kopf statt faul auf der Couch

Jetzt, mit dem Bewusstsein, dass durch Bewegungsmangel nicht nur die Muskeln sondern auch die Gehirnmasse schrumpft, sollte es für jeden noch so eingefleischten Couch Potato keine Ausrede mehr geben, nicht zum Sport zu gehen. Denn: Wer will schon dumm werden?

Und wenn Du jetzt denkst, dass harter Leistungssport nötig ist, um Deine Gehirnzellen auf Trab zu halten, hat sich getäuscht. Du brauchst weder Spitzensportler zu werden noch viel Geld für ein Fitnessstudio zu investieren. Für die Gesundheit des Gehirns reichen zwei bis drei moderate Sporteinheiten in der Woche. Dabei ist egal, ob Du walkst, schwimmst oder drinnen auf dem Laufband joggen gehst – Hauptsache Du tust es gerne und regelmäßig. Übrigens lohnt es sich in jedem Alter mit dem Sport anzufangen. Selbst wenn Du erst mit 50 oder 60 Jahren die Laufschuhe anziehst, werden Dein Gehirn und Dein ganzer Körper nachhaltig (und spürbar) davon profitieren.

Laufband

Bewegung macht klug – und noch klüger!

Körperliche Bewegung trägt nicht nur dazu bei, das Gehirnvolumen zu erhalten, Sport sorgt sogar dafür, dass man noch klüger wird. Immer mehr Sportwissenschaftler, aber auch Neuropsychologen empfehlen Bewegung, um das Gehirn fitter zu machen. Denn inzwischen weiß man, dass die Hirnareale für Motorik und abstraktes Denken immer gleichzeitig aktiviert werden. Wenn wir also Sprache und Zahlen denken, sind unsere motorischen Gehirnzonen aktiv. Und umgekehrt gilt: Wenn wir uns viel bewegen, verstehen wir Sprache und Mathematik besser.

Weitere Faktoren für die Gesundheit des Gehirns

Wenn Du fit im Kopf bleiben möchtest, solltest Du nicht nur Bewegungsmangel vermeiden, sondern auch andere Faktoren beachten, die dem Gehirn schaden können.

Zigaretten

1. Rauchen

Dass Rauchen sich nicht gerade positiv auf den Körper auswirkt, ist nicht neu. Eine neue Studie des King's College in London konnte nun allerdings nachweisen, dass Zigaretten auch den geistigen Abbau im Alter beschleunigen. Forscher untersuchten 8.800 Menschen während 50 Jahre und stellten fest, dass Raucher im Vergleich zu den Nichtrauchern ein deutlich schlechteres Gedächtnis hatten und schlechter lernten.

Alkohol

2. Alkohol

Alkohol ist eines der stärksten Zellgifte. Vor allem auf die Gehirnzellen und Neuronen wirkt Alkohol nahezu toxisch. Die Langzeitfolgen von erhöhtem Alkoholkonsum können extrem sein: Die intellektuelle Leistungsfähigkeit sinkt, die Konzentrationsfähigkeit lässt nach und im schlimmsten Fall droht sogar Demenz.

Zucker

3. Zucker

Wie gleich mehrere, aktuelle Studien beweisen, lässt auch der übermäßige Verzehr von Zucker das Gehirn schrumpfen. So hat die Berliner Charité bei 141 gesunden Senioren das Gehirn untersucht und einen Gedächtnistest gemacht. Sie sollten 15 Wörter eine halbe Stunde lang im Gedächtnis behalten. Das Ergebnis: Teilnehmer mit viel Zucker im Blut erinnerten sich an weniger Wörter. Der Grund war, dass ihr Hippocampus kleiner und schlechter strukturiert war als jener der Probanden mit niedrigerem Blutzuckerspiegel.

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