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Frühjahrsmüdigkeit

Frühjahrsmüdigkeit

Noch nicht fit im Frühling?

Sobald die Tage wieder länger werden und es draußen allmählich warm wird, legt die Natur richtig los: Vögel zwitschern und die ersten Pflanzen verkünden den Frühling. Bei vielen Menschen bewirkt der Jahreszeitenwechsel aber genau das Gegenteil: Sie fühlen sich schlapp und wollen am liebsten nur noch schlafen.

Was verursacht Frühjahrsmüdigkeit?

Das Phänomen der Frühjahrsmüdigkeit wird vor allem durch den Wechsel von der kalten in die warme Jahreszeit verursacht. Wenn die Tage wieder länger werden und die Temperaturen steigen, kommt unser Körper zunächst nur langsam in Schwung, da sich die innere Uhr erst umstellen muss. Die launischen Wetterumschwünge des Frühlings führen oft dazu, dass sich die Anpassungsphase des Körpers noch zusätzlich verlängert. Die ständigen Wechsel zwischen warm und kalt belasten den Kreislauf besonders stark. Vor allem wenn die Temperaturen steigen, weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt. Das führt zu Müdigkeit oder Schwindel und schließlich auch zur Lustlosigkeit und schlechter Laune.

Die Frühjahrsmüdigkeit tritt meist dann ein, wenn es bereits ein paar Tage lang warm war, wenn das Wetter verrückt spielt und es zu ständigen warm-kalt-Perioden kommt. Neben dem Blutdruck spielen auch der Melatoninüberschuss (Schlafhormon) und der Serotoninmangel (Glückshormon) eine Rolle. Nach den langen Wintermonaten ist die Konzentration des sogenannten Schlafhormons im Blut besonders hoch.

Sport im Frühling

Das hilft gegen die Frühjahrsmüdigkeit

Das Hormon Serotonin ist sehr wichtig für unser Wohlbefinden. Es wird nicht nur vom menschlichen Körper produziert, sondern kommt auch in verschiedenen Lebensmitteln vor. Bananen, Ananas, Melonen, Erdbeeren, Himbeeren, Kiwis, Tomaten, Auberginen, Sesam, Walnüsse, Milchreis und Schokolade enthalten besonders viel von diesem Hormon.

Weitere Ernährungstipps:

  • Gönne Dir regelmäßig einen „Immunsalat“ mit Paprikaschoten, Petersilie, Tomaten, geriebenen Karotten, Weizenkeim- oder Leinöl.
  • Knoblauch unterstützt den Körper bei der Aufnahme von Vitaminen. Am besten verwendest Du frischen Knoblauch, da dieser vom Geruch her nicht ganz so streng ist wie getrockneter. Kaugummis oder Milchprodukte helfen, den strengen Knoblauchgeruch zu minimieren.
  • Verzichte möglichst auf fetthaltige, schwere Lebensmittel wie Pommes, Schnitzel oder Burger. Bei solch fettigen Lebensmitteln ist Dein Körper viel länger und intensiver mit Verdauen beschäftigt, was müde und schlapp macht.

Sport gegen Frühjahrsmüdigkeit

Der beste Tipp gegen Müdigkeit jeglicher Form ist Sport: Diverse Studien beweisen, dass sportliche Betätigung und Bewegung an der frischen Luft, gepaart mit der richtigen Ernährung den Serotoninspiegel deutlich anheben. Ein erhöhter Serotoninspiegel sorgt wiederum dafür, dass die Aminosäure Tryptophan im Gehirn besser aufgenommen werden kann. Aus Tryptophan bildet der Körper Serotonin, was sich schlussendlich positiv auf unsere Stimmung und das psychische Wohlbefinden ausübt.

Regelmäßiger Sport erhöht also dauerhaft den Serotoninspiegel, sodass das Glückshormon indirekt nicht nur zu körperlicher, sondern auch zu psychischer Gesundheit beiträgt. Mit der Steigerung von Serotonin wird gleichzeitig die Produktion von Melatonin gedrosselt. Das sogenannte Schlafhormon sorgt dafür, dass wir in der Nacht erholsam schlafen können.

Müdigkeit statt Frühlingsgefühle? Das hilft:

  • Viel Bewegung oder Spaziergänge an der frischen Luft (mit möglichst viel Sonnenlicht) kurbeln den Hormonhaushalt und Deinen Kreislauf an. Ebenso Solariumbesuche oder Lampen mit Rotlicht wirken sich positiv auf Deinen Hormonhaushalt aus.
  • Zwar passen sich unsere Blutgefäße den jeweiligen Temperaturen an - bei Wärme werden sie weit, bei Kälte wieder enger - oft allerdings nicht schnell genug, was wiederum zu Schwindel und Kopfschmerzen führt. Dagegen hilft gezieltes Gefäßtraining, konkret: Wechselduschen. Durch das Abwechseln von kalt und warm werden die Gefäße auf Trab gebracht und Du wirst startklar für den Frühlingsanfang. Wichtig beim Wechselduschen ist, immer mit kaltem Wasser aufzuhören.
  • Gönn Dir leichte Kost wie Salat oder Nüsse und achte darauf, viel Vitamine zu Dir zu nehmen. Außerdem solltest Du täglich mindestens zwei Liter Wasser trinken.
  • Triff Dich viel mit Freunden, geh in die Stadt oder nach draußen - so kommst Du gar nicht erst in Versuchung, Dich hinzulegen.
  • Dekorier Deine Wohnung mit bunten Blumen oder Knospen. So kommt richtig Frühlingsstimmung auf und Deine Laune wird sich bestimmt auch verbessern.
  • Wenn du merkst, dass Dein Körper schlapp wird und sich Deine Stimmung nicht gerade auf dem Höhepunkt befindet, ist Bewegung besonders wichtig. Versuche jeden Tag spazieren zu gehen oder mit dem Fahrrad eine kleine Runde zu drehen. Bereits eine halbe Stunde an der frischen Luft kann Wunder wirken. Probier es aus!

Ganz wichtig!

Die Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit, sondern nur eine Laune der Natur, die uns manchmal etwas zu schaffen machen kann. Bewegung an der Frischluft mit viel Sonne und gutem leichten Essen hilft uns, diese Laune gesund und gestärkt zu überwinden. Genieß den Frühling und freu Dich auf den darauffolgenden Sommer!

Bildquelle © Fotolia: ©tab62 - stock.adobe.com, ©Beznika - stock.adobe.com

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