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Richtig trainieren bei Krankheit und Verletzungen

Richtig trainieren bei Krankheit und Verletzungen

Wann trainieren?

Nicht das gesündeste Training und auch nicht die beste Ernährung schützen vor Unfällen oder Schnupfen - Krankheiten und Verletzungen treffen Hobby- und Profisportler gleichermaßen. Nicht jede Verletzung stammt aus dem Sport, nicht jede Krankheit folgt einer Unachtsamkeit.

Gibt es ein Patentrezept gegen Sportverletzungen?

Nein! Die Bandbreite der Einschränkungen ist so groß, dass es keine allgemein geltende Lösung für alles gibt. Im Zweifelsfall legst Du einfach eine Pause ein oder legst im Training einen Gang tiefer ein, damit der Körper nicht zusätzlich belastet wird. Als Grundregel gilt: bei länger anhaltendem Schmerz oder Unsicherheit zuerst einen Arzt aufsuchen.

Training trotz Erkältung?

Erkältungen kommen meistens dann, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann. Und das zu jeder Jahreszeit. Während einer Erkältung braucht der Körper viel Kraft zur Immunabwehr. Anstrengendes Intervalltraining, intensives Ausdauertraining oder Schwimmbadbesuche sollten bei einer Erkältung vermieden werden. Ein Spaziergang hingegen ist sehr zu empfehlen, da das Herz-Kreislaufsystem leicht beansprucht wird und die Kräfte zur Selbstheilung aktiviert werden. Wer nur leicht angeschlagen ist, kann es mit etwas Nordic Walking oder einer kleinen Radtour versuchen. Je nach Wetterlage ist die anschließende heiße Dusche mit kaltem Abschluss sehr zu empfehlen.

Sport bei Erkältung

Sport mit Zerrungen und Muskelfaserrissen?

Zerrungen und Muskelfaserrisse sind schnell passiert und können in nahezu jeder Sportart auftreten. Ein Muskelriss ist die Folge einer Überbelastung, die je nach Schwere der Verletzung mit viel Geduld ausgeheilt werden muss. Nach einem Muskelriss sollte die betroffene Stelle umgehend gekühlt und stillgelegt werden. Heiße Bäder oder Saunagänge regen die Durchblutung an und fördern so eine schnellere Regeneration. Nach rund vier bis sechs Wochen können auch wieder leichte Trainingseinheiten eingeführt werden. Sobald während Bewegungen aber Schmerzen spürbar sind, sollte selbst das leichteste Training gestoppt werden.

Bewegungen die Du mit Gelenkproblemen meiden solltest:

Knie-, Hüft-, Schulter- und sonstige Gelenkprobleme sind des manchen Sportler unbeliebter Begleiter. Bei Knieproblemen beispielsweise sind Kniebeugen mit Gewichten, wie sie im Kraftsport vorkommen, ebenso wenig geeignet wie Jogging oder Sprungsportarten mit Ausfallschritten. Training im Wasser, wie z.B. Schwimmen, Aqua-Fitness oder Aqua-Jogging hingegen sind gute Alternativen, da fast schmerzfrei trainiert werden kann. Schwimmen gehört wie das gelenkschonende Radfahren zu den Sportarten, die für jedes Alter und jeden Fitnesszustand in Frage kommen.

Training nach langen Pausen

Nach längeren Krankheits- oder Verletzungspausen muss der Körper erst langsam wieder an das Training gewöhnt werden. Statt zehn Kilometer zu laufen, sollten zu Beginn Trainingsumfang und -intensität reduziert stattfinden. Wer sich aus falschem Ehrgeiz und mangelnder Geduld sofort wieder übernimmt, riskiert nicht nur neue Verletzungen, sondern je nach vorheriger Krankheit einen massiven Rückfall, der den Betreffenden erneut und umso länger im Training zurückwirft. Zudem wird der Muskelkater so stark sein, dass nach dem ersten Training wieder einige Tage ausgesetzt werden muss, bis der Muskelkater abgeklungen ist.

Menschen mit speziellen Belastungen wie krankhaftem Übergewicht, Diabetes, Rheuma, Gicht oder auch Behinderungen sollten sich - vor allem als Neuanfänger - nicht ohne Hilfe auf sportliche Übungen stürzen und zunächst einen Arzt konsultieren.

Bildquelle © Fotolia: Lars Zahner, ©kritchanut - stock.adobe.com

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