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Starker Rücken nach Bandscheibenvorfall

Starker Rücken nach Bandscheibenvorfall

Ursachen, Möglichkeiten, Lösungen

Wer einen Bandscheibenvorfall hat, ist damit alles andere als alleine. Jährlich werden allein in Deutschland rund 180.000 Bandscheibenvorfälle diagnostiziert. Die Dunkelziffer ist weitaus höher, da nicht jeder Vorfall automatisch mit starken Schmerzen und damit mit einem Arztbesuch einhergeht. Ein Bandscheibenvorfall ist zwar unangenehm und manchmal auch mehr als das, aber noch kein Grund zur Panik. Die meisten Fälle können nämlich sehr gut konservativ behandelt werden und auch der anfängliche Schmerz wird wieder verschwinden. Lass uns gemeinsam zuerst einmal anschauen, was mögliche Ursachen und Symptome sind und dann den Blick auf das richten, was Dir weiterhelfen kann.

Ursachen und Symptome von Bandscheibenvorfällen

Ein Bandscheibenvorfall zeichnet sich dadurch aus, dass die äußere Hülle einer zwischen den Rückenwirbel liegenden Bandscheibe einreißt und ein Teil des gallertartigen Inhalts ins umliegende Gewebe gedrückt wird. Drückt diese gallertartige Masse auf einen angrenzenden Nervenstrang, führt das zu den teils massiven Schmerzen, die von Betroffenen oft geschildert werden.

Grundsätzlich ist ein Bandscheibenvorfall eine alters- und belastungsbedingte Degeneration und daher erstmal eine normale Alterserscheinung, was auch erklärt, dass viele Menschen einen solchen Vorfall erst gar nicht bemerken. Durch die Bewegungsproblematik unserer Zeit treten Bandscheibenvorfälle jedoch deutlich häufiger auf, als zu früheren Zeiten, in denen sich die Menschen mehr bewegt haben, und auch deutlich eher im Leben. Viele Betroffene haben gerade erst ihren 30ten Geburtstag gefeiert und der Rücken macht sich schon mit einem Schlag bemerkbar .

Darstellung eines Bandscheibenvorfalls

Hauptursachen von Bandscheibenvorfällen:

  • Mangelnde Bewegung
  • Ungesunde Körperhaltung
  • Ständiges Sitzen
  • Schwach entwickelte Bauch- und Rückenmuskulatur
  • Schlechte Ernährung
  • Übergewicht
  • Stress
  • Rauchen
  • Schwere körperliche Arbeit

Typische Symptome:

  • Leichte bis sehr starke Schmerzen im Vorfallsbereich
  • Kribbeln in Armen und Beinen
  • Taubheitsgefühle bis hin zu Lähmungen
  • Funktionsstörungen der Schließmuskeln von Blase und Darm

Konservative Behandlungsmöglichkeiten: Eine Operation ist nur selten nötig

Auch wenn anfangs die Schmerzen sehr stark sein können, ist eine Operation fast immer die schlechtere Wahl. Das zeigen auch Langzeitstudien. Mit konservativen Methoden geht es also nicht nur auch, sondern auch besser und die Schmerzen lassen sich ebenfalls in den Griff bekommen. Wenn jedoch Inkontinenz oder gar schwere Lähmungen auftreten, dann muss in der Regel auch operiert werden. Das Gleiche gilt auch, wenn sich die Symptome während einer konservativen Therapie graduell immer weiter verschlechtern. .

Die anfänglichen Schmerzen werden wie gesagt mit der Zeit besser. Man sollte also die Flinte nicht gleich ins Korn werfen. Sind sie zu Beginn sehr stark, helfen Schmerzmedikamente und bestimmte temporäre Schonstellungen. So oder so gilt: bevor Du operieren lässt, hole Dir mindestens eine Zweitmeinung ein.

Doch was versteht man genau unter einer konservativen Therapie? Kurz gesagt ist damit alles gemeint, was nicht Operation bedeutet. In der Regel ist das konkret ein Mix aus Bewegung, Muskelaufbau, Entlastung, Physiotherapie sowie das Einnehmen von schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten.

Physiotherapie nach Bandscheibenvorfall

Welche Muskeln erfordern jetzt Deine Aufmerksamkeit?

Auch wenn Du denkst, dass die Wirbelsäule jetzt hauptsächlich Ruhe braucht, aktiv bleiben ist wichtig. Zum einen förderst Du die Durchblutung und damit Heilung. Zum anderen möchtest Du nicht, dass Deine für den Bandscheibenvorfall wahrscheinlich verantwortliche tiefe Stützmuskulatur noch weiter degeneriert. Apropos tiefe Stützmuskulatur: Auf die kommt es jetzt an. Wer jetzt an breite Rückenmuskeln und Six-Pack-Bauchmuskeln denkt, liegt nicht ganz richtig. Beim Bandscheibenvorfall geht es primär erstmal um Stärkung der Tiefenmuskulatur, die entlang der Wirbelsäule verläuft und zu der auch das Zwerchfell und der Beckenboden gehört.

Die Tiefenmuskulatur schützt die Wirbelsäule, stabilisiert den Körper und gibt Haltung. Im Normalfall reagiert sie als erstes auf Reize und spannt sich automatisch auch als erstes an, um den Körper zu schützen und die Position zu halten. Sie wird als autochthone Muskulatur bezeichnet und lässt sich nicht bewusst aktivieren, sondern reagiert selbstständig auf Reize.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass auch nach außen hin gut trainierte Sportler mit ausgeprägten Rücken und Bauchmuskeln über eine vergleichsweise schwache Tiefenmuskulatur verfügen können, denn normales Muskeltraining trainiert diese nur bedingt. So hilft reguläres Krafttraining bei Rückenschmerzen oder nach einem Bandscheibenvorfall auch nur bedingt.

Ausstrecken auf Gymnastikball

Der Tiefenmuskulatur auf den Grund gehen und anschließend stärken

Die Tiefenmuskulatur ist besonders dann gefragt, wenn sie aktiv Bewegungen ausgleichen muss. Dazu gehören Stabilisationsübungen, aber auch die meisten multifunktionellen Übungen mit dem eigenen Körpergewicht oder mit Freihanteln. Einbeiniges Stehen, Liegestütze, Superman, Planks, Fangübungen sowie Übungen, bei denen der Körper in einer teilweisen Rotation steckt, aktivieren die Tiefenmuskulatur ziemlich gut.

Bevor du jedoch mit Übungen zur Stärkung Deiner Tiefenmuskulatur startest, fange mit Dehnübungen zur Streckung der Wirbelsäule an. Das schafft Raum zwischen den einzelnen Wirbeln und tut der Wirbelsäule gut, auch unabhängig vom Krafttraining.

Strecken kannst Du sie zum Beispiel, indem Du Dich an einer Klimmzüge aushängst oder Deinen Kopf und Schultern über eine gepolsterte Stuhlfläche, Sofa- oder Bettkante hängen lässt. Perfekt ist das Ausstrecken über einen großen Gymnastikball.

4 Übungen zur Kräftigung der Tiefenmuskulatur

1. Planks in allen Formen

Der Unterarmstütz ist der Klassiker unter den Kraft- und Stabilisationsübungen und stärkt den gesamten Muskelapparat, inklusive der Tiefenmuskulatur. Starte mit 3 Einheiten a 30 Sekunden und steigere Dich, bis du 3 Einheiten a 60 Sekunden schaffst. Wenn Du diese Planks sicher beherrschst, nimm noch die Planke als seitlichen Armstütz mit in Dein Trainingsprogramm mit rein. Achte bei der Übung darauf, nicht durchzuhängen. Oder variiere den Unterarmstütz, indem Du die Füße mit dazu nimmst und sie während der Übung abwechselnd vom Boden abhebst.

Planks

2. Wechselseitiges Arm- und Beinheben aus dem Vierfüßlerstand

Setze Hände und Füße rechtwinklig zum Oberkörper auf den Boden auf und hebe dann einen Arm gestreckt nach vorne sowie das entgegengesetzte Bein. Halte kurz und wechsle die Seiten. Wiederhole für 2 Minuten. Variiere, indem Du nach der Streckung nicht gleich absetzt, sondern erst Ellbogen und Knie nach der Streckung zusammenführst und die Bewegung 15x wiederholst, bevor Du die Seiten wechselst.

Vierfüsslerstand

3. Superman

Lege Dich auf den Bauch und spanne die Körpermitte an. Hebe nun die Füße, Unterschenkel und Arme vom Boden ab und führe die Arme gestreckt von hinten nach vorne zusammen und wieder zurück. Starte anfangs mit 2 Sätzen a 15 Wiederholungen und steigere Dich auf 2 Sätze a 30 Wiederholungen. Setze während den Wiederholungen weder die Arme noch die Füße ab und halte den Nacken gestreckt.

Superman

4. Hüftstabilisierer

Lege Dich auf den Rücken und winkle die Beine bequem an. Die Arme liegen seitlich neben dem Körper. Hebe nun Deine Hüfte, so dass sich eine Linie zwischen Schultern und Knie bildet. Fange nun an für 60 Sekunden von einem Fuß auf den anderen zu tippeln und halte die Spannung dabei die ganze Zeit aufrecht.

Brücken

Fazit

Nur in den wenigsten Fällen ist bei Bandscheibenvorfällen eine Operation notwendig. Hole Dir in jedem Fall mindestens eine Zweitmeinung ein, bevor Du irgendetwas überstürzt entscheidest. Eine konservative Therapie beinhaltet in der Regel Bewegung und Muskelaufbau, Entlastung und Physiotherapie sowie anfangs das Einnehmen von schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten. Wichtig beim Muskelaufbau ist die Stärkung der Tiefenmuskulatur.

Bildquelle © Henning Riediger, ©georgerudy, ©junky_jess, @Avilika, ©pololia